Unsere Geschichte

Wie die Geschichte von mindestens der Hälfte der finnischen Bevölkerung beginnt auch die unserer Brennerei in einer Sauna.

Finnische Sauna

Eine Gruppe von Freunden ging in die Sauna, trank dabei Roggenwhisky und begann darüber nachzudenken, wieso in Finnland eigentlich niemand Roggenwhisky herstellt. Zur Überraschung aller Beteiligten war die Idee, eine eigene Destillerie zu gründen, am nächsten Morgen immer noch eine gute. Hier beginnt die Geschichte Kyrös.

Die alte Molkerei

Auf der Suche nach einer Heimat für die Destillerie besuchten die Gründer zuerst den Familienbetrieb von Herrn Heinilä in Isokyrö. Obwohl äußerst charmant, entsprach das Gebäude nicht ganz den ehrgeizige Plänen der Gründer. Auf dem Weg zu einer erneuten Planungssitzung (sprich: Dinner und Drinks) fiel ihnen eine alte Molkerei auf, die zufällig leer stand. Obwohl, leer stimmt nicht ganz. Tatsächlich war sie mit Autos gefüllt, da die alten Molkereiarbeiter das Gebäude als Garage untervermieteten, um den Unterhalt zu sichern. Wie bei vielen großen Unternehmen begann also alles in eine Garage. 

Erste Destillation

Zeit für die erste Destillation: während die Eltern von Master Distiller Kalle auf Urlaub waren, wurde schnell ein Teil des Hauses zu einer Fermentationshalle umgebaut. Innerhalb einer Woche gab es den ersten Versuch in Form von destilliertem Bier und der Geruch von Fermentation, mit dem wie alle über die Jahre mittlerweile sehr vertraut sind, hing in der Luft. Eine neue Hürde war allerdings nicht weit, denn die nächste Brennereianlage stand Hunderte von Kilometern entfernt in Finnlands erster handwerklicher Whisky-Destillerie in Beerhunters, Pori. 

Vom Traum zur Realität

Vom New Make zur Pop Up Bar

Die guten Menschen dort waren so freundlich, uns die Destille für unsere erste Charge zu leihen. Das Ergebnis vom ersten Versuch war eine klare Flüssigkeit, die genau wie Moonshine roch und schmeckte. Damals war es für die noch ungeübten Connoisseure extrem schwer zu sagen, ob diese klare Flüssigkeit jemals zu einem wohlschmeckenden Roggenwhisky altern würde. 

Um schnell professionelles Feedback zu bekommen, flog Miika zur Whisky Show nach London. Dort schmuggelte er Proben hinein und goss diese zur Verkostung in der Herrentoilette in Drams ab. Damit ging er von Stand zu Stand und der „New Make“ erhielt tatsächlich viel positives Feedback. Danach hieß es, Gas geben. Im Jahr 2014 wurde der Destillierapparat zum ersten Mal in der alten Molkerei aufgeheizt und die ersten Drinks wurden in der "Tourismus-Agentur von Isokyrö“ in einer Pop Up-Speakeasy Bar in Helsinki serviert. Die Bar wurde von zwei Arten von Gästen besucht: Freunde der Gründer und verwirrt aussehende ältere Menschen. 

‏‏‎ ‎ Napue ist ausverkauft

Als die Gründer langsam an Selbstbewusstsein und Destillationsgeschick dazu gewannen und die erste Charge Whisky ruhig in ihren Fässern lagerte, stellten die Jungs fest, dass es doch wichtig sein könnte, in der Zwischenzeit etwas anderes zu verkaufen. Und so produzierten sie einen Gin.

Und der Gin war in der Tat verdammt gut. 2015 war Miika mit dem Fahrrad in Estland unterwegs, als er einen Anruf erhielt in dem es hieß:

„Wir wissen nichts über eure Destillerie, aber euer Gin wurde als bester Gin für G&T ausgewählt. Wir schlagen vor, dass ihr euch vorbereitet, bevor wir die Auszeichnung veröffentlichen.“ 

Wir haben uns vorbereitet. Nach zwei Tagen war der Gin ausverkauft. 

Brutally Finnish

Heute ist Kyrö von einem wilden Traum zu einer Destillerie mit viel Können und Kapazität gewachsen - und ziemlich guten Spirituosen. Die werden immer zu 100% aus Roggen hergestellt. Alles begann mit einem Rye Whisky in der Sauna und Roggen bleibt das Herzstück der Kyrö Distillery. Aufgrund seines Temperaments ist Roggen extrem schwierig zu destillieren, dennoch setzten wir darauf und nutzen ausschließlich finnischen Vollkornroggen für unsere Produkte - egal ob das Whisky, Gin oder Likör ist. 

Kyrö ist ein ständig wachsendes Abenteuer. Momentan sind wir auf dem Weg zur nächsten Etappe dieses Abenteuers, lasst uns zusammen träumen und Etwas wagen.